Pilotinstallation der Siemon TERA Lösung bei Robert Bosch

In einem Bürogebäude in Hildesheim und in einem Rechnerraum in Feuerbach der Robert Bosch GmbH wurde nach einer neuen Komplettlösung einer Verkabelungsinfrastruktur gesucht. Diese sollte zukunftsorientiert und gleichzeitig kompatibel mit der vorhandenen Infrastruktur sein.

Seit mehr als einem Jahrhundert verbinden sich mit dem Namen "Bosch" zukunftsweisende Technik und bahnbrechende Erfindungen, die Geschichte geschrieben haben. Bosch ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das in den unterschiedlichsten technischen Bereichen tätig ist. Die Bosch-Gruppe ist ein international führender Hersteller von Kraftfahrzeug- und Industrietechnik, Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik. Rund 251 000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2005 einen Umsatz von 41,5 Milliarden Euro.

Robert Bosch GmbH Hildesheim


1886 als "Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik" von Robert Bosch (1861-1942) in Stuttgart gegründet, umfasst die heutige Bosch-Gruppe ein Fertigungs-, Vertriebs- und Kunden-dienstnetz mit rund 260 Tochter-gesellschaften und mehr als 10 000 Kundendienstbetrieben in über 130 Ländern.

Robert Bosch und Siemon: 100% Erfüllung der Anforderungen

Die Robert Bosch GmbH ist als weltweit tätiges Unternehmen mehr und mehr darauf ausgerichtet, Ressourcen optimaler einzusetzen und global gültige Richtlinien und interne Standards zu entwickeln.

International besetzte Teams zeichnen sich verantwortlich für weltweit gültige Empfehlungen, unter anderem auch im Bereich der Verkabelungsinfrastruktur. Anfang 2005 konnte Siemon die Robert Bosch GmbH von Ihrer Leistungsfähigkeit und Produktqualität überzeugen und wurde in das interne Verkabelungshandbuch aufgenommen. Hierbei waren vor allem das Produktsortiment und der Support, aber auch die weltweite Präsenz

von Siemon von entscheidender Bedeutung. Zudem wurde die Firmenstruktur der Firma Siemon als sehr stabil angesehen, die besonders auf dem weltweiten Verkabelungsmarkt aktiv ist und damit als langfristiger Partner in Frage kam.

Sowohl für das Bürogebäude in Hildesheim, als auch für den Rechnerraum in Feuerbach, wurde nach einer Lösung gesucht, die für die Datenverkabelung im Tertiärbereich geeignet war. Dabei kamen Installationskabel nach Kat 7 und Komponenten (Patchpanel, Dosen, Module) nach Kat 6 oder Kat 7 (TERA) in Frage. Auf keinen Fall wurde nach einem "Mix-and-Match-System" gesucht.

Neben den oben genannten Kriterien zu Produktsortiment, Support und weltweiter Präsenz waren die Vertretung in Standardisierungsgremien (wie z.B.: ISO, IEEE, etc), eine durchgängige Produktpalette (kein "Mix- und Match"), Investitionsschutz, sowie Lieferbarkeit entscheidend für die Wahl des richtigen Projektpartners.

Darüber hinaus gab es folgende Anforderungen an die Produktleistung:

  • Wenig Investition, viele Anschlussmöglichkeiten
  • Zukunftsorientiertheit, Mindestens 10 Jahre Haltbarkeit
  • Systemgarantie und nicht Einzelgarantie
  • Qualitativ hochwertiges Produkt mit einfacher Handhabung und Mehrdienstnutzung
  • Stabilität und Robustheit
  • Flexibilität
  • Messbarkeit mit marktüblicher Messtechnik

Bürogebäude in Hildesheim


Im Büroumfeld in Hildesheim mussten alle Anschlüsse in einem relativ geringen Platzvermögen unterkommen. Alle Endgeräte (PC, VoIP, Telefone, etc.) mussten darin angeschlossen werden können und eine dienstübergreifende Nutzung sollte schnell gewährleistet sein.

Hingegen war es im Rechnerraum wichtig, dass man sich auf die Infrastruktur verlassen konnte, die Handhabung schnell und flexibel ist und vor allem, dass das Serversystem ohne Veränderung der Verkabelung ausgetauscht werden konnte.

Objekt und Randbedingung

Im Werk Hildesheim wurde ein Hochhaus-Gebäude in allen 7 Etagen von Grund auf saniert. Die bisherige Infrastruktur (Kabelrinnen, Kernbohrungen, Kabelwege) war ausgereizt, es waren Bodentanks und Wandanschlüsse vorzusehen. Im Zuge der Sanierung wurde die Bürofläche dichter belegt, d.h. es mussten mehr Datenanschlüsse (ca. 150 je Etage) angebracht werden. Jedoch erlaubte die Statik des Gebäudes aber keine weiteren Kernbohrungen an der Bausubstanz. Auf Grund der Gebäudestruktur waren auch die Kabelwege und Verteilerstandorte vorgegeben.

Zur Lösung dieses Problems wurden unterschiedliche Varianten in Erwägung gezogen, darunter WLAN, Cable-Sharing und das TERA-System.

Eine flächendeckende Abdeckung mit WLAN hätte zwangsläufig zu Performance-Problemen geführt. Zum Zeitpunkt der Entscheidung war WLAN von seiten der Datenschutzbeauftragten auch nicht für die Büroumgebung freigegeben. Gegen Cable-Sharing sprach, dass nur einzelne Hersteller diese Variante anbieten, wobei es sich immer um herstellerspezifische Techniken handelt. Gigabit bis zum Endgerät und Power-over-Ethernet (PoE) wurde damit ausgeschlossen. Auch entspricht Cable-Sharing keinem genormten Verfahren und ist auch nicht nach Kat 6 messbar.

Die Entscheidung fiel letztendlich zu Gunsten von TERA. Der TERA-Steckverbinder ist ein genormtes (IEC 61076-3-104:2006 Ed.2.0, anerkannt in EN 50173:2002 Ed.2.0 und ISO/IEC 11801:2002 Ed2.0) und offen gelegtes Kat 7 Steckgesicht. Damit sind mehrere Dienste über ein Kabel übertragbar. Zudem sind mit dem Standard 1000Base-TX2/4 nach ISO/IEC 14165-114 auch zwei Endgeräte mit Gigabit-Ethernet anschließbar.

Installationsablauf

Im Rahmen des Siemon Certified Installer Programms (CI) wurden die beiden lokalen Installationsfirmen von Siemon auf dem TERA-System ausgebildet und zertifiziert. Zur Absicherung der Qualität künftiger Installationen ist alle 2 Jahre eine Re-Zertifizierung erforderlich. Auch ein Bosch-Mitarbeiter der verantwortlichen Facility Management Gruppe wurde von Siemon ausgebildet und zertifiziert.

Die Installation verlief problemlos. Das Material wurde ausreichend und termingetreu mit den richtigen Lösungen und der richtigen Menge geliefert. Nach Inbetriebnahme der ersten installierten Etage kam es

anfangs zu einigen Kontaktproblemen auf der RJ45-Seite zwischen dem Siemon RJ45 Stecker und der

RJ45 Buchse im Modul 4006-48T des Catalyst 4000. Zur Problembehebung war umgehend ein technischer Spezialist von Siemon vor Ort, der auch direkten Kontakt mit dem Siemon Hauptsitz der Entwicklung in USA aufnahm. Letztlich konnte die Ursache lokalisiert und schnell beseitigt werden.

Die Installation der Module und Komponenten hat sich als schnell, problemlos und einfach erwiesen. Die etwas steiferen Patchkabel waren leichter zu verarbeiten. Während der Installation wurden von Fa. Siemon, im Rahmen der 20-jährigen Gesamtgarantie, Installationsaudits durchgeführt.

Rundum zufrieden

Das den Normvorgaben EN50173 sowie ISO11801 entsprechende durchgängige TERA-Verkabelungssystem wurde in Hildesheim erfolgreich installiert und getestet. Es konnte bei Bosch, in Absprache mit den lokalen Facility Management Stellen und den LAN-Betreibern, bedenkenlos eingesetzt werden. Die Mehrfachnutzung des Kabels funktioniert problemlos.

Durch die positiven Eindrücke und Leistungsfähigkeit des TERA Systems wird Siemon bei weiteren nationalen und internationalen Projekten wieder berücksichtigt, wie z.B ein weiteres Bürogebäude und ein Recherraum in Deutschland sowie auf europaweiter Ebene.



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